© 2010 - 2020 by Zanshin Erlangen

Zanshin

Postfach 10 01 37

91191 Lauf a.d. Pegnitz

info(at)zanshin-erlangen.de

Tel: 0176/70403838

Wu Xing Do

Erlanger Str. 15

90542 Eckental-Eschenau

Core Combat

Norikerstraße 2

90402 Nürnberg

Finde uns
  • Twitter Social Icon
  • Facebook Zanshin Erlangen
  • Youtube Zanshin Erlangen
Kampfkunst als Lebensweg

Mein Name ist Thomas Neser; die meisten nennen mich jedoch Tom. Ich bin 36 Jahre alt, glücklich mit meiner Frau Antonia verheiratet, Familienvater und wohne mittlerweile in Lauf a.d. Pegnitz. Im Alter von 12 Jahren entdeckte ich damals die japanischen Kampfkünste. Angefangen hatte alles mit der TV-Serie Karate Kid, die es zur damaligen Zeit noch als Trickfilm gab. Immer wollte ich wie dieser Junge in dem Film sein. Doch mir fehlte einfach der Mut, das Selbstvertrauen und der letzte Wille um endlich einer Kampfkunstgruppe beizutreten.

Und so vergingen wieder zwei Jahre, in denen ich gelangweilt die Schulbank drückte, Schularbeiten schreiben musste und nichts sinnvolleres mit meiner Zeit anzufangen wusste, außer stundenlang an meinem Computer irgendwelche stumpfsinnigen Ego-Shooter zu spielen. Ein Verhalten eben, was ein Teenager in diesem Alter für selbstverständlich erachtet. Ich tat dies jedenfalls so. Und irgendwie machte mir das auch zu diesem Zeitpunkt richtig Spass.

Eines Tages hoffte ich jedoch darauf, dass bessere Zeiten einkehren würden, die eine gewisse Erfüllung in mein Leben bringen könnten. Denn mit der Zeit wurde aus meiner Freizeit ein monotoner und langweiliger Tagesablauf, der mich sehr oft zum Nachdenken anregte. Immerhin hatte ich einen Traum, der mir Hoffnung gab, etwas zu ändern.

 

Ich befasste mich mehr und mehr mit Literatur über japanische und chinesische Kampfkünste, studierte Berichte und Zeitungsartikel über buddhistische Mönche und entwickelte so eine ganz andere Einstellung zu mir selbst und meinem Umfeld, also den anderen Menschen - ich war zu dieser Zeit 14 Jahre.

Nun lerne und lehre ich seit 20 Jahren unterschiedlichste asiatische Kampfkünste. Ich bin graduiert in verschiedenen Stilen und Systemen. In

verschiedensten Kampfkunst-Schulen konnte ich so persönliche Erfahungen sammeln.

▪ Shotokan Karate PSV Erlangen, Fachübungsleiter, 4. Kyu (1998 bis 2003)
▪ Schüler von Sensei Michael Denk, persönliche symbolische DAN-Verleihung (1999 bis 2011)
▪ Bushin Ryu Kempo, Dojo Erlangen (Meistergrad Feuer), Militärischer Nahkampf, Wing Tsun, Jiu Jitsu (2003 bis 2011)
▪ Selbstverteidigungstrainer für Blinde und Sehbehinderte in Bayern (aktuell)
▪ Wu Xing Do Eckental-Eschenau, Meistergrad Feuer, Erde, Wasser, Metall, Holz (aktuell)
▪ Umfangreiches Wissen in Psychologie, Qi Gong, Za-Zen und chinesischer Ernährungslehre

Ich besuchte Lehrgänge, verschiedene Seminare und Trainingseinheiten und absolvierte jahrelang unterschiedliche Prüfungsszenarien bei hochrangigen Meistern aus der ganzen Welt, wie etwa bei Shihan Hideo Ochi oder Kanazawa Hirokazu. Ich trainierte mit chinesischen Shaolin-Mönchen und ließ mich so von dieser einzigartigen Lebensweise in völligem Einklang von Körper und Geist inspirieren. Auch wenn es oft nicht immer funktioniert, in unserer heutigen Welt diese traditionellen Verhaltensweisen als Vorbild sinnvoll anzuwenden, hat doch diese Erfahrung meine Denkweise, meine Lebenseinstellung und den Umgang mit den Mitmenschen grundlegend beeinflusst.

Diese Freude und Glück, aber auch Spott und Leid sowie unermüdliche Anstrengungen formten schließlich meinen jetzigen Charakter. Kampfkunst ist keine Freizeit, kein Hobby, kein Zeitvertreib mehr – Kampfkunst ist ein wichtiger Bestandteil meines Lebens geworden!

In meiner Freizeit bin ich hauptsächlich in der Natur unterwegs. Durch das Erleben der einzelnen Elemente beim Wandern, Bergsteigen, Klettern oder Kajak, ist es möglich auch in Bewegung einen meditativen Zustand zu erreichen, der einen im Alltag die nötige Energie liefert um sich auf seine beruflichen Ziele konzentrieren zu können. Im Juli 2016 habe ich außerdem das Wanderbuch Rund um Nürnberg, Fürth und Erlangen (Sutton Verlag) veröffentlicht - ein kleiner Traum ist hierbei in Erfüllung gegangen.

Sehe nicht mit Deinen Augen, sondern mit Deinem Herzen!

Versuche Dein eigenes Ich zu bewahren. Sei friedvoll, liebevoll und tolerant. Kämpfe gegen Dich selbst, wenn du mal wieder an einem Punkt angelangt bist, der Dich dazu bewegen könnte mit Sturheit, Ignoranz, Wut oder Arroganz zu reagieren. Sei Vorbild und lade Dein Gegenüber ein, Dir gleiches zu Tun. Lächle innerlich. Du wirst sehen, dass man mit dieser Art des eigenen Verhaltens ein Leben lebt, das nicht vergleichbar ist mit anderen. Denn in diesem Leben existiert kein Streit, kein Hass, keine Wut und Egoismus. Es herrscht Harmonie.

Der Hintergrund und das Konzept

Sämtliche Inhalte, Formen und Philosophie basieren auf der asiatischen Kampfkunst Bushin Ryu Kempo und Wu Xing Do. Die Techniken werden als Bewegungsprinzipien im Bereich des Kempo innerhalb der Elemente Feuer, Wasser, Luft und Erde und im Wu Xing Do innerhalb der Elemente Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser erlernt. In beiden Kampfkünsten, ist das letzte Element "Ku - Die Leere" die Verbindung zwischen allen anderen.

Manchmal wird den Schülern die sich bereits nach wenigen Stunden mit komplexen Techniken effektiv verteidigen wollen, ein falsches Bild vermittelt, dass am Ende zur großen Enttäuschung führt. Denn effektive und zugleich "optisch schöne" Verteidigung bedeutet jahrelanges üben der Reflexe, der Bewegungsprinzipien und der inneren Haltung. In meinen Seminaren wirst Du einfache Bewegungsmuster erlernen. Denn bei der eigentlichen Verteidigung geht es nicht darum, besonders ansehnliche Techniken anzuwenden. Es ist wichtig, dass die Bewegungen effektiv, einfach erlernbar und praktisch anwendbar sind und dem Selbstschutz oder dem Schutz Dritter dienen. Schlussendlich geht es nämlich in Notsituationen um das Überleben und nicht um eine Preisverleihung für das schönste Bewegungsmuster!

​​

 

Im Bereich der Kampfkunst geht es nicht darum, einen Anderen als Konkurrenten anzusehen. Es geht um das Miteinander. Es gibt keinen Feind. Es gibt nur Freunde, Partner, Übende und Lehrende. Es existiert niemand, auf den man neidisch sein muss, wenn jeder sein bestes gibt und sich mit vollem Einsatz in die Übung gibt. Neue Teilnehmer, die gerade erst mit der Kampfkunst anfangen, werden zu keinem Zeitpunkt alleine gelassen. Sie werden unterstützt, integriert und sofort in die Gemeinschaft aufgenommen. Bereits vor Beginn des Trainings wirkt sich dieses Verhalten und die Tatsache, dass Du jederzeit mit einem Lächeln empfangen wirst und Willkommen bist, positiv auf Dein Selbstwertgefühl aus, ohne das es Dir jedoch im ersten Moment vielleicht bewusst ist.

Mit dem Kriegergeist den Weg des Schwertes folgen

Im Jahre 2003 entschloss ich mich selbst einmal an einem Kurs im Bereich der Zivilcourage und Selbstverteidigung teilzunehmen. Bis dorthin hatte ich schon etliche Erfahrungen im Bereich der asiatischen Kampfkünste sammeln können. Ich trainierte bereits seit fünf Jahren. Aber ich wollte einfach mal etwas neues ausprobieren, eine neue Herausforderung suchen und dann entdeckte ich durch einen Zeitungsartikel die Kampfkunst Bushin Ryu Kempo, und einen daraus angebotenen Kurs.

"Eine Besonderheit für einen Karate oder Kempo - Stil sind die ausgefeilten Anwendungen der “fühlenden bzw. klebenden Hände” sowie langsam ausgeführte Spür- und Gleichgewichtsübungen, die zu einer soliden Beherrschung des Körperschwerpunktes führen. Alle diese Techniken werden als Bewegungsprinzipien gemäß den vier Elementen (Feuer, Wasser, Luft, Erde) erlernt. Die Schüler verstehen, dass innere und äußere Bewegungen eine Einheit bilden müssen und begreifen so, das effektive Technik immer ein Resultat des freien Fließens der Inneren Energie, der Empfindungen und des Vertrauens in das eigene Wesen ist" (Hans Briese).

Zu Beginn des Kurses stellte ich mich außerordentlich grobmotorisch an. Mit Würfen und Hebeln hatte ich bis dato keine großartigen Erfahrungen sammeln können. Essentiell hierfür ist nämlich das Verständnis des Körpers. Es ist unsinnig bestimmte Hebel, Würfe, Schläge und Tritte tausende von Malen hintereinander zu üben, wenn man sich hierbei weder Vorstellen kann warum diese Technik überhaupt funktionieren kann, noch dazu weiß, wie der Körper darauf reagiert.

Am Anfang tat ich dies auch. Ich übte einen Hebel ohne zu wissen, wie und warum er funktioniert. Und so tat ich mich unwahrscheinlich schwer. Ich verlor oft die Freude daran weiter zu machen. Denn ich achtete nicht auf die Dinge, die zum Erfolg der Techniken führten. Ich tat es einfach, weil ich ein Programm abspulte. Sobald sich jedoch die Situation zu verändern schien, fühlte ich mich nicht mehr sicher. Die angewandte Technik scheiterte, ich kam nicht zum Erfolg und wurde schlussendlich getroffen.

Mit dieser eigenen Erkenntnis versuche ich heute eine ganz andere Lehrmethode zu vermitteln. Das Verständnis für den Körper und Geist, dessen Gelenke und deren Funktionalität. Nur so lässt sich, auch durch medizinisches Grundwissen, eine Technik ausarbeiten die bei jeder Änderung der Gefahrensituation oder eines wechselnden und unkontrollierten Angriffes, effektiv und zugleich erfolgreich ist.